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Archiv - 4. Quartal 2015

 

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23.11.2015

Fachvortrag
"Prädationsmanagement zum Schutz von Wiesenbrütern"
  

Nachdem bei einer gemeinsamen Exkursion (Vorstand Jägerschaft, Hegeringleiter, Jagdbehörde und Naturschutzamt) im September 2015 das Vogelschutzgebiet V-18 Unterelbe in Stade besucht wurde, erwarteten nun alle Teilnehmer gespannt den Fachvortrag zum Prädationsmanagement von Dr. Uwe Andreas (Naturschutzamt Landkreis Stade).

Aufgrund der Aktualität des Themas nahmen auch noch verschiedene Personen (KNV: Jutta Kemmer, BioS: Hans-Gerhard Kulp und Tasso Schikore, Kreisnaturschutzbeauftragter: Frank Bachmann) an dem interessanten Vortrag teil.

 

Dr. Uwe Andreas vom Naturschutzamt Stade bei seinem Fachvortrag

 

Am 23. November hielt Dr. Uwe Andreas gemeinsam mit dem Revierjäger des Naturschutzamtes in Stade Matten Funck im kleinen Sitzungssaal des Landkreises den angekündigten Vortrag. Der Referent betreut ein Schutzprogramm für Kampfläufer, Lachseeschwalben und andere Wiesenvögel im EU-Vogelschutzgebiet V-18 Unterelbe. In diesem großflächigen Schutzgebiet wurden über 225 verschiedene Vogelarten kartiert, davon 42 Arten der Anhänge der EU-Vogelschutzrichtlinie.
 

Seit 2005 wurden in Nordkehdingen auf Probeflächen die Gelege von Kiebitzen und Uferschnepfen untersucht und festgestellt, ob die Nester prädiert waren oder ein Schlupferfolg zu verzeichnen ist. Das Ergebnis war ernüchternd, denn in den Jahren 2008 bis 2010 wurden alle Nester in den Probeflächen prädiert. Die Überwachung der Nester erfolgte mit Wärmeloggern - über 82% der Nester wurden nachts prädiert.
 

Die Jägerschaft war mit Vorstand, Hegeringleitern und Naturschutzobmann stark vertreten

 

Als Prädator erwartet man zunächst nur den Iltis als eine lebensraumtypische Art des Elbästuars. Aber neben Fuchs, Steinmarder, Igel, Dachs, Mauswiesel und Wildschwein tauchen auch zahlreiche Neozoen wie Waschbär, Marderhund und Mink auf. Obwohl Prädatoren etwas Natürliches sind und in das Ökosystem gehören, hat die Veränderung des Lebensraums die Natur in eine Kulturlandschaft verwandelt. Durch die Etablierung der Neozonen wird der Prädationsdruck zusätzlich erhöht. Wichtiger als die Nahrungsverfügbarkeit ist laut Dr. Andreas die Nahrungserreichbarkeit für die Prädatoren, d.h. die opportunistischen Allesfresser halten sich an Nahrung, die in kürzester Zeit mit dem geringsten Energieaufwand zu erbeuten ist. In diesem Zusammenhang spielt auch die sogenannte Prädationsfalle (predation pit) eine wichtige Rolle, d.h. bei einer Habitatverbesserung ohne Prädationskontrolle schrumpfen die Wiesenvogelbestände zusätzlich aufgrund der Prädation. Für den Referenten ist das Ziel daher, die Prädation so weit abzusenken, dass die Population der zu betrachtenden Beutearten mindestens stabil bleibt bzw. noch wachsen kann. 
 

Angeregte Diskussion zwischen Johannes Kleine-Büning, Hans-Jürgen Gieschen und Dr. Uwe Andreas (v.l.n.r) 

 

Dr. Uwe Andreas stellt ausführlich das Schutzprogramm vor, bei dem Berufsjäger Matten Funck ein Fallensystem installiert hat und auch die privaten Jagdpächter entsprechend beraten werden. Kooperationspartner ist die zuständige Jägerschaft mit den örtlichen Hegeringen. Die verschiedenen Fallen (Betonwipprohrfallen, Kofferfallen, Kunstbaue) werden für alle privaten Jäger vom Projektträger finanziert, dafür verpflichten sie sich das Fallensystem zu bestimmten Zeiten fängisch zu stellen und führen ein entsprechendes Fallenbuch. Die Fallen werden mit Wildmeldern ausgestattet, so dass sich der zeitliche Aufwand im Rahmen hält.
Erfreuliches konnte der Referent aus dem Jahr 2014 berichten, dann hier war der Schlupferfolg aufgrund der intensiven Prädatorenbejagung bereits deutlich höher als in den Vorjahren.

 

Dem Fachvortrag folgte eine intensive Diskussion und es bleibt abzuwarten, ob auch im Landkreis Osterholz zum Schutz der Wiesenbrüter eine ähnlich positive Zusammenarbeit zwischen Naturschutzamt, Jägerschaft und weiteren Naturschutzverbänden ins Leben gerufen werden kann.

 

Heiko Ehing 

    

 

18.11.2015

Eine Jagdflinte ist keine Kalaschnikow. Und wir fordern keinen unkontrollierten Zugang zu Waffen wie in den USA. Aber zielführend und sinnvoll sollen Maßnahmen gegen Gewalt schon sein. Blinder Aktionismus lenkt nur von geeigneten Lösungen ab.

 

Der Deutsche Jagdverband (DJV) gibt folgende Presseerklärung heraus: 

 

EU-Waffenrecht soll nach Anschlägen verschärft werden
DJV unterstützt Petition gegen unsinniges Vorhaben

In Folge der Terroranschläge in Paris plant die EU eine Verschärfung des Waffenrechts. Neben einigen sinnvollen Maßnahmen sollen jedoch auch der Online-Handel von legalen und registrierten Waffen verboten und weitere bürokratische Hürden für zuverlässige und legale Waffenbesitzer errichtet werden.


Der Deutsche Jagdverband (DJV) kritisiert diese Vorhaben, da sie weder ein Mehr an Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger bringen, noch den Terrorismus bekämpfen. "Es ist extrem wichtig, konkrete Maßnahmen gegen Terrorismus und organisierte Kriminalität zu ergreifen", sagt DJV-Präsidiumsmitglied Helmut Dammann-Tamke, zuständig für Waffenrecht. "Diese dürfen jedoch nicht zuverlässige und gesetzestreue Jäger belasten. Bei jedem einzelnen Punkt sollte sich die Politik fragen: 'Treffen wir damit Terroristen? Treffen wir damit organisierte Kriminalität?'"
 

Seit Kurzem existiert eine Petition auf der Plattform change.org, die sich gegen unsinnige Verschärfungen des EU-Waffenrechts ausspricht und an den Rat der Europäischen Union richtet. Über Nacht hat die Petition bereits 16.000 Mitzeichner erreicht.
Der DJV ruft alle Jägerinnen und Jäger zur Unterstützung der Petition auf.

Weiterhin fordert der DJV die Europäische Kommission auf, den illegalen Waffenhandel innerhalb der EU zu bekämpfen und insbesondere die europäischen Außengrenzen schärfer zu kontrollieren. Dazu kann zum Beispiel

 

 

 

04.11.2015

Tuten und Blasen

 

Das Bläserkorps der Jägerschaft bietet in diesem Jahr wieder einen Anfängerkurs im Jagdhornblasen an, der am Donnerstag, dem 12. November 2015 um 20.00 Uhr bei Klaus Vagt in Pennigbüttel startete.
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01.11.2015

Hubertusmesse in der Kirche St. Jürgen

 


Zum zweiten Mal nach 2004 fand am Sonntag, 01.11.2015 um 17:00 Uhr in der Kirche in St. Jürgen eine Hubertusmesse statt. Pastorin Pusch-Heidrich führte diese Messe in der gut besuchten und festlich geschmückten Kirche durch.

Die herbstliche Dekoration der Kirche wurde durch Hegeringleiter Carsten Meierdirks mit seinen Helfern aus dem Hegering 7:Lilienthal erstellt.

Die musikalischen Höhepunkte waren die zahlreichen Musikstücke der Osterholzer Jagdhornbläser und -bläserinnen mit ihren Parforcehörnern. Sie wurden klanglich durch die Waldhörner von einigen Bremer Jagdhornbläsern unterstützt.

Die Besucher wurden aber auch schon vor dem Eintritt in die Kirche mit Hörnerklang begrüßt. Nach der Messe spielten die Bläser draußen bei Kerzenschein noch einige Musikstücke, die mit sehr viel Beifall honoriert wurden.

Zum Abschluss gab es noch Schnittchen und Kaffee auf der Pfarrdiele für die Bläser und die aktiven Helfer und es ergaben sich noch anregende Gespräche in gemütliche Atmosphäre.


Günter Pape

 

 

19.10.2015
Einladung zu unserer Hubertusmesse

Zum 1. November 2015 um 17:00 Uhr laden der Hegering 7:Lilienthal und unser Bläsercorps zur Hubertusmesse in die besonders schöne Kirche St. Jürgen.


Der Gottesdienst ist dem Schutzpatron der Jagd, Hubertus von Lüttich, gewidmet und wird prächtig gestaltet von den Jagdbläsern aus Osterholz und den Gästen aus Bremen.
 

 

12.10.2015

Gesehen in Osterholz

 

 

... in Syke-Osterholz  GPS: 52.921844 , 8.889441                                                             Foto: Saezzer

 

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Jägerschaft Osterholz e.V.    redaktion@blattzeit-ohz.de