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 Archiv - 3. Quartal 2017

 

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12.09.2016

ASP - keine neue Partei, sondern bekannte Seuche

klick drauf   Hamme Report, 12.09.2017, Seite 1

 

 

19.08.2017

Armbrustschießen

 

Am 19.08.2017 fand auf dem Rittergut derer von Wersebe in Meyenburg zum wiederholten Male das traditionelle Armbrustschießen statt. In Fortsetzung der bereits vor Jahrzehnten von Lüder Anton von Wersebe initiierten Veranstaltung luden die Familie Bernhard von Wersebe und ihre Jagdpächter aus Vechta die Jagdgenossen und Grundbesitzer der Reviere Meyenburg 1und 2 zu einem gemütlichen Beisammensein.

 

Während in aller Ruhe der Schießwettkampf stattfand – tatkräftig sekundiert von den vier von Wersebe’schen Kindern – ließ man es sich bei gekühlten Getränken und professionell und schmackhaft zubereitetem Grillgut wohl ergehen. Bei guten
Gesprächen und beständig hervorragender Bewirtung verflogen die Stunden im Nu.

 

 

 

 

 

Im malerischen Schein der in der Dunkelheit vor dem Rittergut entzündeten Fackeln wurden die ersten drei Sieger des Armbrustschießens gekürt und mit je einem Rehwildbraten, einem Hasen und zwei Enten für ihre Schießkünste belohnt.

 

Der erste in diesem Zusammenhang je ermittelte Sieger ist im Jahre 1988 übrigens Ferdinand von Rahden gewesen.

 

Eine sympathisches und lockeres Ereignis als Zeichen des ungezwungenen Miteinanders von Jägern und ortsansässigen Jagdgenossen in alter jagdlicher Tradition, an das sich jeder der zahlreichen Anwesenden noch lange gern zurückerinnern wird.

 

Christiane Müller

 

 

 

01.08.2017

Wildvogelmonitoring 2017

 

Hier gibt es den Probenbegleitschein mit Merkblatt und Erlass. Klick hier. 

 

 

01.08.2017

ASP Schweinepest

 

Am 27.06.2017 wurde erstmalig in Tschechien ASP bei einem Wildschwein nachgewiesen. Damit hat die ASP das fünfte europäische Land erreicht. Inzwischen gibt es in Tschechien 25 ASP-Nachweise bei Wildschweinen und das betroffene Gebiet liegt nur ca. 300 km von der Grenze zur Bundesrepublik Deutschland entfernt. Ausbrüche der ASP in der Bundesrepublik hätten verheerende Folgen. Daher muss alles getan werden, um eine Einschleppung zu verhindern.
 
Das FLI hat am 12.07.2017 eine neue Risikobewertung herausgegeben. Danach stellt sich die Gefahr der Einschleppung der ASP wie folgt dar:


Das Risiko des Eintrags von ASP nach Deutschland durch illegale Verbringung und Entsorgung von kontaminiertem Material wird als hoch eingeschätzt. Das Risiko des Eintrags durch kontaminiertes Schweinefleisch oder daraus hergestellte Erzeugnisse entlang des Fernstraßennetzes durch Fahrzeuge oder Personen wird im Sinne eines "worst case scenario" als hoch bewertet. Das Risiko einer Einschleppung durch den Jagdtourismus und das Mitbringen von Jagdtrophäen aus betroffenen Regionen wird als mäßig eingeschätzt. Das Risiko eines Eintrags der ASP durch direkten Kontakt zwischen infizierten Wildschweinen wird als mäßig beurteilt.


Jäger sollten vorbeugend das LAVES-Merkblatt (Stand Juli 2017) unbedingt beachten. Klick hier.


Heiko Ehing 

 

 

29.07.2017

Blattzeit

Foto: Günter Pape 26.07.2017, 20:12 Uhr im Revier Frankenburg

 

 

25.07.2017

Änderung des Waffengesetzes in Kraft getreten
Seit 6. Juli 2017 sind neue Regelungen für die Aufbewahrung von Waffen gültig: Neue Waffenschränke müssen dann die Sicherheitsstufe 0 oder 1 aufweisen, für A- und B-Schränke in Gebrauch gilt allerdings ein unbeschränkter Bestandsschutz. Die fahrlässige Aufbewahrung von Munition in der Jackentasche ist zwar lediglich eine Ordnungswidrigkeit, aber die Unzuverlässigkeit droht.


(DJV) Das geänderte Waffengesetz trat am 6. Juli 2017 in Kraft. Die Änderung des Waffengesetzes beinhaltet für Jäger hauptsächlich Änderungen zur Aufbewahrung. Schränke der Stufe A und B nach VDMA-Bauartbeschreibung sind ab jetzt beim Neukauf für die Aufbewahrung von erlaubnispflichtigen Waffen nicht mehr erlaubt. Für bereits registrierte A- und B-Schränke gilt allerdings ein unbeschränkter Bestandsschutz. Neu erworbene Standardschränke müssen ab sofort die Sfufe 0 oder 1 aufweisen, die mindestens der Norm DIN/EN 1143-1 entspricht.

 

Klick hier für den vollständigen DJV-Text. 

 

 

04.07.2017

Präsident der Landesjägerschaft zu Gast in Garlstedt

 

Auf Einladung von Ortsvorsteherin Marie Jordan kam der Präsident der Landesjägerschaft Helmut Dammann-Tamke zu einem Wolfsvortrag "Quo vadis? Wanderer auf leisen Pfoten" nach Garlstedt.

 

Helmut Dammann-Tamke

 

Seit 26 Jahren ist die Landesjägerschaft Niedersachsen erfolgreich im Wildtiermonitoring tätig und verfügt somit über einen umfangreichen Erfahrungsschatz sowie Datenpool. Aus diesem Grund war die LJN auch prädestiniert für das Wolfsmonitoring, das 2012 durch einen Kooperationsvertrag mit Minister H.H. Sander beschlossen wurde.

 

Der Wolf ist eine Tierart, aber keine Wildart. Er unterliegt nicht dem Jagdrecht. Daher gibt es hier getrennte Rechtskreise. "Ursprünglich sind die Jäger nicht für den Wolf zuständig, aber aufgrund des Erfahrungsschatzes und als anerkannter Naturschutzverband prädestiniert" so Dammann-Tamke. International ist der Wolf seit 1977 durch das Washingtoner Artenschutzabkommen und seit 1982 durch die FFH-Richtlinie geschützt. National geschützt seit 1980 durch das Bundesnaturschutzgesetz, als prioritäre Art erfasst und genießt so den höchstmöglichen Schutz. Die EU fordert daher ein Management, um den günstigen Erhaltungszustand der Population zu erreichen. Aber die EU sagt nicht, dass Wölfe nicht entnommen werden dürfen.

 

Auditorium in Garlstedt

 

"Wichtig ist, dass die Rückkehr der Wölfe nicht durch Wiederansiedlung erfolgte" so der Präsident.  Der Wolf hat vom Fall der Mauer an der innerdeutschen Grenze profitiert. So ist der europäische Schutz auf die Flächen der ehem. DDR übertragen worden. Bei der Osterweiterung der EU haben die 3 baltischen Staaten ausgehandelt, dass der Wolf dort weiterhin bejagt werden darf und er gehört daher dort nicht in den Anhang 4 der FFH-Richtlinie.

 

Ein Wolfsrudel lebt streng territorial auf ca. 200 bis 300 km². Es besteht aus den Elterntieren sowie den Nachkommen der letzten 2 Jahre - durchschnittlich 8 Tiere. Jungtiere verlassen das Rudel im Alter von 11-22 Monaten und müssen sich ein eigenes Territorium suchen. Fremde Wölfe werden in einem besetzten Territorium nicht geduldet.

 

Das Tempo der Wiederbesiedlung wurde von allen unterschätzt. Wurden 2012 noch 3 Wolfsrudel in Deutschland erfasst, waren es 2013 bereits 17 und 2016 mindestens 37 Rudel. In Niedersachsen gibt es aktuell 11 Rudel sowie ein Wolfspaar.
Typische Wolfsrisse werden daran erkannt, dass z.B. der Wolf den Pansen verschmäht. Er tötet zielgenau mit einem Kehlbiss, öffnet den Wildkörper und legt den Pansen beiseite. Nachdem dann Herz, Leber und Lunge gefressen werden folgt danach das reine Fleisch (Rücken, Keule).

 

Miesner, Köpke, Dammann-Tamke, Ehing

 

Große Probleme bereiten natürlich die Nutztierrisse. Vor allem das Lamstedter Rudel im Landkreis Cuxhaven ist sehr auffällig geworden. Für eine zufriedenstellende Lösung aller Beteiligten ist die Politik gefordert. Es müssen dringend Lösungen gefunden werden, z.B. beim Schutz der Schafe an den Deichen. Eine friedliche Koexistenz zwischen Wolf und Mensch ist nur möglich, wenn es gelingt, dass sich der Wolf zukünftig von Menschen und Nutztieren fern hält.                                                                             

 

Heiko Ehing

 

 

 

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Jägerschaft Osterholz e.V.    redaktion@blattzeit-ohz.de