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Ausbildung - Saison 2015/2016 

 

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Unser Kurs 2015/2016

 

01.05.2016

Jägerprüfung im "Hamme-Report"

Foto: Bosse 

Unter den wachsamen Augen des Ehrenvorsitzenden der Osterholzer Jägerschaft, Torsten Wischhusen (links), und der Prüferin Dr. Marla Baumeister (rechts) mussten sich die Aspiranten Carolin Stijns und Benjamin Siewert am Freitag im Fachgebiet Wildtierkunde beweisen.

 
Grünes Abitur

19 neue Jäger im Landkreis Osterholz
Von Heiko Bosse

 

Sie wird ob ihres hohen Anspruchs das „grüne Abitur“ genannt. Am Freitag traten 22 Aspiranten auf dem Schießstand in Waakhausen zur Jägerprüfung 2016 an. Das Schießen spielt in der Jagdpraxis nicht die Hauptrolle. 

 

"Kannst du mir bitte einen Kakao machen?" oder "Ich muss erstmal raus, Eine rauchen" schnauften nicht wenige der angehenden Jäger durch, als sie am Freitag aus den Prüfungen kamen. Auf dem Schießstand in Waakhausen standen der mündliche und praktische Teil der diesjährigen Jägerprüfung im Landkreis Osterholz an.

 

Die wird durch den Landkreis abgenommen, während die Ausbildung selbst durch die Jägerschaft erfolgt. "So eine Prüfung ist schon kniffelig", gab Kirsten Wellmann von der Jagdbehörde der Kreisverwaltung zu. "Man muss durchaus rund 4.000 Fragen lernen."

 

Üppiges Lernpensum für angehende Jäger 

Jeweils im September beginnen die Lehrgänge. "Zweimal die Woche steht Unterricht an, am Wochenende dann unter anderem noch Schießtraining oder Exkursionen in die Natur", erklärt Kreisjägermeister Heiko Ehing. Viel Zeit für Freizeitaktivitäten bliebe in diesen Monaten nicht.

 

Diese Erfahrung machten auch Carolin Stijns und Benjamin Siewert. Sie waren zwei der insgesamt 22 Aspiranten, die am Freitag in Waakhausen auf den Prüfstand gestellt wurden. "Meine Nichte wurde kürzlich konfirmiert, aber ich konnte aus Zeitgründen nicht daran teilnehmen", berichtet Carolin Stijns über das Lernpensum.

 

Frauenquote liegt bei 20 bis 25 Prozent

Nicht selten, so berichtet Kreisjägermeister Heiko Ehing, entschieden sich junge Leute, den Jagdschein zu machen, weil sie bereits familiär "vorbelastet" seien. "Durch meinen Onkel habe ich immer viel über die Jagd gehört und mich dafür interessiert", bestätigt Benjamin Siewert.

Fünf der 22 Aspiranten des aktuellen Jahrgangs waren übrigens Frauen."Wir holen allmählich auf", lacht Kirsten Wellmann von der Jagdbehörde, die die Frauenquote unter den Jägern bei 20 bis 25 Prozent ansiedelt.

 

Nicht jeder Prüfling will später auch aktiv jagen

Foto: Bosse

Neben präparierten Tieren mussten die Prüflinge am Freitag auch einzelne Körperteile identifizieren.


Kreisjägermeister Heiko Ehing betont, dass nicht zwangsläufig jeder Prüfling, der seinen Jagdschein mache, anschließend auch der Jagd nachgehen werde. "Viele machen ihn auch einfach aus Liebe zur Natur oder weil sie mehr über Tiere und Pflanzen lernen möchten." Denn als anerkannter Naturschutzverband seien die Jäger "alles andere als die, die rausgehen und rumballern". Die Hege und Pflege der Natur stelle den wichtigsten Aspekt dar.

 

Das unterstreicht Kirsten Wellmann. "Viele Menschen denken, wenn sie das Wort Jäger hören, das sind die, die Tiere töten", bedauert sie. "Dabei macht die Jagd vielleicht gerade einmal fünf Prozent unserer Aktivitäten aus." Im Schnitt schieße jeder Jäger im Landkreis Osterholz pro Jahr lediglich zwei Rehe, sagt Heiko Ehing.

 

Wildfleisch ist auch eine Gewissensfrage

Aspirant Sebastian Rösener zog den "Fleischvergleich": "Wenn wir ein Tier schießen, hatte das ein wunderbares Leben und ahnte nichts. Dann knallt es einmal und alles ist vorbei." Zudem sei dieses Fleisch dann frei von Antibiotika und Co.. "Aber wer sein Mett möglichst billig im Supermarkt kauft, der weiß, was für ein qualvolles Leben diese Tiere hatten. Und dann schmeißt er sich seine Bratwurst auf den Grill und schimpft auf die Jäger."

 

Jäger zu sein, habe also auch viel mit Respekt der Natur gegenüber und Verantwortungsbewusstsein zu tun, erklärt Kreisjägermeister Heiko Ehing. "Das fängt schon in der Prüfung an. Wenn da jemand nicht sämtliche Sicherheitsvorschriften, vor allem an der Waffe, einhält, ist die Prüfung sofort vorbei."

 

Am Freitagabend stand dann übrigens fest: Drei der 22 Aspiranten haben die Jägerprüfung 2016 nicht bestanden. Einer von ihnen hatte die Anforderungen beim Schießen vergangenes Wochenende nicht erfüllt, die anderen beiden fielen Freitag bei der mündlich-praktischen Prüfung durch.


Klick hier für Artikel der Druckausgabe vom 01.05.2016, S. 7 

Quelle: https://weserreport.de/2016/04/30/landkreis-osterholz/19-neue-jaeger-im-landkreis-osterholz/  30.04.2016

 

 

14.02.2016

Wochenende in Waakhausen

Der Schießstand in Waakhausen bot am Wochenende 13./14.02.2016 mal wieder eine angenehme und spannende Abwechslung von den unter der Woche absolvierten Theoriestunden. Morgens um 09:00 Uhr hatten wir uns schon in drei etwa gleichstarke Rotten aufgeteilt. Die erste Rotte begab sich direkt zum Skeet-Stand, um in der morgendlichen Kälte die Tauben (Wurfscheiben) zu beschießen. Nachdem die Anlage reibungslos lief wurden prompt die ersten Tauben vom Himmel geholt.

Die zweite Rotte wurde durch Lothar Woitaschik auf dem zur Zeit nicht in Betrieb befindlichen Keilerstand in Waffenhandhabung unterrichtet. Revolver, Pistole, Büchse und Drilling standen auf dem Programm.

Die übrigen von uns wurden von Uwe Denker im Büchsenschießen ausgebildet. Es wurde stehend angestrichen auf den Bock geschossen. Es waren auch hier einige gute Treffer dabei.

Später wurde dann getauscht. Als die letzte Rotte auf dem Skeet-Stand war, zeigte sich auch die Sonne. Da am heutigen Tage beide Läufe der Bockflinte geladen wurden, überlebten weit weniger Tontauben als beim vorherigen Schießen. Jens Schmidt zeigte uns dabei von der richtigen Schrittstellung bis zur Schussabgabe die Technik beim Skeetschießen.

Leider war um 14:00 Uhr schon wieder Schluss. Zum Abschluss wurde sich noch bei Zeki ordentlich gestärkt. Weitere erfolgreiche und/oder lehrreiche Samstage auf dem Schießstand werden bis zur Prüfung folgen.
 
Matthias Walter

 

 

11.02.2016

Ziel gerade

 

Das Jagdjahr neigt sich dem Ende, doch wir legen gerade erst richtig los. Endspurt für unseren Jungjägerkurs, ehe Ende April das große Finale mit den Prüfungen bevorsteht.

Rückblick: Als wir uns im September das erste Mal trafen, sahen die meisten den Wald vor lauter Bäumen nicht. Der Terminplan war übervoll, der Lernstoff schien kaum zu bewältigen. Doch nach dem fünfmonatigen Unterricht, drei Reviergängen, fünf Drückjagden sowie den ersten Schießstunden auf dem Stand in Waakhausen können wir sagen: es ist machbar.

Auch, wenn derzeit noch die eine oder andere Tontaube nicht durch unsere Schrotkörner kaputt geht, sondern durch den Aufprall auf dem Boden. Veteran Manfred (67) ist unser ältester Jungjäger. Studentin Anika (26) ist die jüngste Anwärterin auf den Jagdschein. Sie hält zum ersten Mal eine Bockflinte in der Hand. Als erneut eine Tonscheibe vorbei rauscht, ist das Gefluche groß. Anika: "Das ist ja sauschwer." Dennoch lobt "Meisterschütze" Ausbilder Jens Schmidt mit viel Engagement und Geduld die Ansätze, beschwichtigt: "Bisher hat es jeder gelernt. Wir schaffen das."

Und auch die nächste große Herausforderung steht dem Kurs schon kurz bevor: die "Grüne Nacht", der Ball der Kreisjägerschaft. Dort kommt das Öl dann nicht auf die Waffe, sondern in die Haare. Und die Zielsicherheit ist beim Setzen der Füße auf der Tanzfläche gefordert.
 

Wir werden über die Trefferquote berichten. In dem Sinne: Waidmannsheil und bis bald.
 

Sebastian Rösener

 

 

27.01.2016

Aufbruch zum Aufbruch

 

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des neuen Jungjäger-Lehrgangs konnten auf den Drückjagden erste Erfahrungen beim Aufbrechen und Strecke legen sammeln.

 


Und ich muss wirklich sagen, alle Beteiligten haben sich gut gemacht.
Auf den Drückjagden wurde auch genug Strecke gemacht, damit sich jeder mal beim Ringeln und Aufbrechen von Reh-, Dam- und Schwarzwild üben konnte. Unter fachlicher Anleitung wurden auch die Strecken perfekt gelegt.
Ich glaube, mit diesen jungen Jägerinnen und Jägern werden wir noch viel Freude haben.

 

Ralf Jonas

 

25.10.2015
Reviergang 
 
Am 25.10.2015 fand im Rahmen der Ausbildung  der zweite Reviergang in Hallah statt. Die Teilnehmer des Jungjägerkurses kamen trotz oder gerade wegen der Zeitumstellung pünktlich um 07:00 Uhr am Treffpunkt an. Die Stimmung war bereits auf den ersten Metern gut.

Der Revierförster Gunnar Kanzenbach führte uns die verschiedenen Nadelhölzer, Laubbäume und Sträucher vor. Es bot sich so die Gelegenheit einzelne Nadelhölzer am Geruch oder durch Berührung  zu erkennen.

Auf den Wegen konnten wir dann auch den einen oder anderen Hirsch sehen, was die Beurteilung der Trittsiegel an der später aufgesuchten Stelle vereinfachte.

Um zu einer Kirrung zu gelangen bewegten wir uns auch mal abseits der befestigten Wege.
 

Die Salzlecke lockte heute nicht nur das Wild an.
 

Auf dem Rückweg konnten wir noch weitere Hirsche ausmachen. Aber auch hier war kein Schreien / Knören zu vernehmen. Der Brunftschrei des Damhirsches bleibt uns im Rahmen des Lehrganges daher wohl verwehrt (nein - hörst Du blattzeit-ohz.de  -red). Die informativen und lehrreichen Reviergänge mit Gunnar Kanzenbach zum Glück nicht.
 
Matthias Walter  

 

 

15.09.2015

Beginn des Vorbereitungskurses 2015/2016
für die Jägerprüfung


Am Dienstagabend, 15.09.2015, war es soweit - der Startschuss für den Vorbereitungskurs 2015/16 fiel pünktlich um 19:30 Uhr.

Ralf Jonas, ehemaliger Kursteilnehmer der Saison 2013/14 und neuer Kursleiter, eröffnete den Abend und begrüßte im Namen der Jägerschaft Osterholz alle anwesenden Teilnehmer und Ausbilder. Ebenfalls dankte Ralf dem scheidenden Ausbildungsleiter Heinz-Herbert Klemmer für sein Engagement in den vergangenen Jahren und wünschte ihm alles Gute für den jagdlichen Ruhestand sowie allzeit Waidmannsheil.

 

Kreisjägermeister Heiko Ehing sowie Kirsten Wellmann von der Jagdbehörde begrüßten die "Neuen" ebenfalls sehr herzlich und wünschten für die nächsten Monate Durchhaltevermögen sowie ein kräftiges Waidmannsheil.
 

Der positive Teilnehmerzustrom aus den vergangenen Jahren kann in diesem Kurs fortgesetzt werden. Wie auch im letzten Jahr sind es 21 Teilnehmer, darunter erfreulicherweise auch wieder vier Damen, die gerne im kommenden Jahr ihren ersten Jahresjagdschein lösen möchten.


Nach einer kurzen Vorstellungsrunde gab Ralf am ersten Unterrichtsabend einen ersten Überblick über den Ablauf des Kurses und erläuterte das Kursangebot.
Da auch die Mehrzahl der Ausbilder zu diesem Abend erschienen waren gaben natürlich auch sie Hinweise zu ihrem Unterricht und beantworten die entstandene Fragen.


Schon nach einer guten Stunde war für den ersten Abend alles geklärt und Ralf Jonas verabschiedete die Aspiranten in den Feierabend - vergaß aber nicht zu erwähnen, dass die kommenden Dienstage und Donnerstage wohl etwas anstrengender werden.


Marcel Skoruppa

 

Wir wünschen viel Erfolg für die kommenden Monate -

... und nie das Ziel aus den Augen verlieren.
Wa/eidmannsheil

 

Jägerschaft Osterholz e.V.    redaktion@blattzeit-ohz.de