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Ausbildung - Saison 2019/2020 

 

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Kreative Jungjäger

 

Angehende Jäger bauen Nistkästen

 

Nistkästen für die Reviere des Hegerings 1 in Schwanewede haben Jagdscheinanwärter der Jägerschaft Osterholz kürzlich auf dem Gelände der Zimmerei Bellmer in Aumund gebaut. Unter der fachkundigen Leitung von Hans Hermann Bellmer, Zimmermann-Meister und stellvertretender Hegeringleiter, gingen fünf Frauen und Männer zu Werke. Aus wetterbeständigem Lärchenholz zimmerten sie in acht Stunden 40 Nistkästen mit verschiedenen Einschlupflochgrößen für Blau-, Kohl- und Tannenmeisen, Feld- und Haussperlinge, Kleiber und Trauerschnäpper. Unterstützt wurden die angehenden Jäger von Jörg Przygoda, Jäger im Jagdrevier Leuchtenburg und seit Herbst 2019 neuer Naturschutzobmann des Hegerings 1. Der 59-Jährige initiierte das Projekt. Ende Februar sollen die Nistkästen in den Revieren aufgehängt werden.

 

 

Die erste Hürde ist genommen

 
Die einführenden Wochen des Jungjägerlehrgangs waren im besonderen Maße geprägt vom Fachgebiet 2 - der Waffenkunde und einem dozierenden Jens Schmidt. Veranschaulicht man sich den intensiven, lehrreichen Ausbildungsplan ist dies schnell begründet.
 
Die erste Hürde - die Sachkundeprüfung - wird bereits nach einer vierwöchigen Lehrnphase abgenommen. Schliesslich soll das Waidwerk grundständig und ordentlich vermittelt/ausgeübt werden und dazu ist der verantwortliche und sichere Umgang mit Waffen essentiell und ein nahezu fortlaufender Bestandteil.
 
Alle Teilnehmer haben diese Prüfung nicht „nur“ bestanden, sondern Dank der hervorragenden Vorbereitung durch Jens Schmidt und der extra Kanne Kaffee am Abend, mit Bravour bestanden, sodass die Schießausbildung am Schießstand Waakhausen mit allen Jungjägeranwärterinnen und Jungjägeranwärtern begonnen werden konnte und in Ohrensen fortgeführt werden kann.

 
Doch wie, worauf und von wo aus schießt man eigentlich und ist das im Knall liegende Stück verwertbar?
 
Es wurde deutlich, dass es mit einem Griff zur Waffe längst nicht getan ist und es bei der waidgerechten Jagd um mehr als Beute machen geht. Revierförster Gunnar Kanzenbach machte an unserem ersten Reviergang im Revierforst Hallah noch einmal auf das Zusammenspiel von heimischer Flora und Fauna aufmerksam und gab den Teilnehmern Einblicke in forstwirtschaftliche Aspekte und unterwies beim zweiten Besuch der Revierförsterei die Lehrgangsteilnehmer in den Ansitzbau.
Roger Varrelmann führte im Bereich Wildtierkunde die Besonderheiten und Merkmale von Reh-, Damm- und Rotwild anhand von zahlreichen Exponaten ein und veranschaulichte eindringlich worauf es beim Ansprechen ankommt und welche unterschiedlichen Lebensweisen und Eigenarten diese Spezies aufweisen.
 
Dagmar Kunze führte im Bereich Wildbrethygiene die Kriterien eines Lebensmittels ein, wann diese erfüllt sind, welche Bedingungen eine Verwertbarkeit nicht zulassen und wie mit einem erlegten Stück zu verfahren sei.
 
Martin Christian Marwede lehrte uns die unterschiedlichen Jagdarten und ging dabei, in seiner ersten Vorlesung, insbesondere im Detail auf die Drückjagd ein, um die angehenden Jungjäger für die anstehenden Lehrdrückjagden zu wappnen.
 

De lege lata - nach geltendem Recht - lässt sich wohl auf das gesamte Waidwerk und dessen Ausübung anwenden und so leitete Ralf Jonas das Fach Waffenrech, indem die angehenden Jungjäger den sicheren Stand innerhalb der rechtlichen Rahmenbedingungen erlernen.
 
Allen Dozenten, Revierförster Gunnar Kanzenbach und Helfern möchten wir herzlich dafür danken, dass sie ihre abendliche Zeit, Samstage und Sonntage aufwenden um uns zu unterstützen und mit ihrem Wissen und Erfahrungen bereichern.
 
Text: Rico Germanus, Fotos: Rico Germanus, Jan Grellmann, Richard Janssen

 

 

29.10.2019

Die ersten Eindrücke
 
Am 02. September 2019 startete mit einem herzlichen Waidmannsheil durch unseren 2. Vorsitzenden Martin Köpke der diesjährige Ausbildungslehrgang. Nach einer freundlichen Begrüßungsrunde aller Anwesenden aus Vorstand, Dozentenschaft und Jungjäger- / innen in spe, wurde jedem bei der Übergabe des Heintges-Lehrmaterials durch Lehrgangsleiter Ralf Jonas bewusst, dass es ein strammer Marsch zum "Grünen Abitur" werden wird.


So ging es dann gleich in der selbigen Woche mit dem Fachgebiet 2 (Waffenkunde) mit Jens Schmidt weiter - dessen fachkundiger Unterricht durch humoristische Nuancen immer wieder bereichert wurde. Der Atem aller Seminaristen hielt inne sobald das Schild "Praxistip" durch Jens Schmidt in Szene gesetzt wurde und allen war es sofort klar: "Merk es dir!"


Spätestens jedoch bei den ersten naturkundlichen Exkursionen, geführt von Fred Fuchs, war jeder Kursteilnehmer endgültig im Lehrgang angekommen und lauschte mit Neugierde den Ausführungen, über Geißblatt, Saalweide, Faulbaum, Pappel und weiterem Gehölz.

Am Hochmoor Heilsmoor wurde die Bedeutung des Moores und dessen Flora und Fauna von Fred Fuchs erörtert und unter anderem der Unterschied zwischen Glocken- und Besenheide, sowie die essentielle Bedeutung des Torfmooses vor Ort veranschaulicht


Was ist Biozönose? Was ist ein Ökosystem und was ist eine ökologische Nische? Diese und weitere Fragen wurden in der ersten Vorlesung des Fachgebietes 3 (Naturschutz) durch den Dozenten Fred Fuchs beantwortet und bereicherten die Palette an Wissensvermittlung.
 
Die angehenden Jungjäger und Jungjägerinnen sind gespannt darauf wie es weiter gehen wird.

 

Rico Germanus

 

 

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