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Ausbildung - Saison 2019/2020 

 

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09.02.2020

Jägerprüfung 2020: Aktuelle Informationen des Landkreises


Im Landkreis Osterholz findet die Jägerprüfung einmal jährlich statt und wird von einer Prüfungskommission unter dem Vorsitz des Kreisjägermeisters abgenommen. Die Jägerprüfung beinhaltet eine Prüfung im jagdlichen Schießen, eine schriftliche Prüfung sowie eine mündlich-praktische Prüfung. Link zur vollstädigen Info hier.


 

08.02.2020

Mit großem Schritt dem Ziel entgegen - die Halbzeit ist geschafft!

 

Es bringt uns seine Jungen dar, der Dachs im Monat Februar.

Im März darauf und im April, die wilde Bache frischen will.

Im vierten Monat wölft der Fuchs,auch Marder, Iltis, Wiesel, Luchs.

Das Rehwild, Rot- und Damwild setzt im Mai und Juni noch zuletzt. 

 

Neben der Übung an den Schießständen in Ohrensen und dem sich anschliessenden Unterricht von Jens Schmidt in der Handhabung und  dem anknüpfendem Fach Waffenrecht, vermittelt durch Ralf Jonas, ist die Jungjägerausbildung durch Reviergänge, Drückjagden und das erlernte Wissen in der Praxis anzuwenden und zu festigen, geprägt. 

 

Die in sich spürbar verzahnte Vermittlung der Inhalte aus allen Fachgebieten kommen in den Unterrichten immer wieder zum tragen.

Beispielsweise erhält der Ausdruck der wildlebenden Tiere eine ganz eigene Note denn genau genommen dürften wir annehmen, dass damit zwar frei lebende Tiere, also nicht domestizierte Arten gemeint sind - bei genauerer Betrachtung ist dies allerdings fraglich: Wild im Sinne des § 1 BJaggdG sind nur solche Tiere, die dem Jagdrecht unterliegen und entsprechend benannt sind wie wir von Ralf lernten. Ja aber was ist denn eigentlich alles „Wild“ und unterliegt dem Jagdrecht? Nichts leichter als das meint man hört man den brennenden Ausführungen von Roger Varrelmann zu mit denen er sich seinem Fach widmet. Da haben wir Hochwild und Niederwild unterteilt nach historisch überlieferten Begriffen oder nach Erscheinungsbild in: Schalenwild (es geht auf Schalen), Haarwild, Federwild/Flugwild und Wasserwild. Natürlich geht es auch nach Lebensweise in: Friedwild, Raubwild, Raubzeug, Schadwild, und Nutzwild. Das Haarwild lässt sich noch nach den Stirnwaffen in Geweihträger (Cerviden) und Gehörnträger (Boviden) bzw. dem Schwarzwild (ohne Stirnwaffen) unterteilen und beim Federwild nach Brut- und Lebensraum. Was ein Infanterist ist und ob er zu den Feld-, Glatt- oder Rauhfußhühnern zählt wurde ebenso ausführlich und anschaulich im Fachgebiet Wildtierkunde vermittelt sowie die Lebensweisen und Bestimmungen der Tierarten, die dem Jagdrecht unterliegen. Anschaulich verschmelzen dabei Jägersprache, Brauchtum, Tierkunde und sehr viel Hintergrundwissen und Erfahrungswerte, die ein waidgerechtes Bild der zukünftigen Jungjäger und Jungjägerinnen vermitteln, um der Verantwortung gegenüber Mensch und Wild gerecht zu werden. 

 

 

 

Da bleibt es nicht aus das wir Seminaristen Besuch vom Kreisveterinäramt erhalten haben und von Frau Dr. Simone Lütkes in allerhand Wildkrankheiten geschult wurden. Parasit: Endo- oder Ektoparasit? Zoonose/Anthropozoonose - welche gibt es und woran mache ich sie fest? Vieren, Bakterien und Pilze - welche anzeigepflichtige Tierseuche unterliegt nach § 10 dem Tierseuchengesetz? Bei vielen der Krankheiten wurde deutlich welche präventive Rolle das Waidwerk einnimmt und welchen Einfluss bei nicht infektiösen Krankheiten die Jagd hat. 

 

 

Mit Nachdruck referierte Fred Fuchs über ökologische Zusammenhänge, postulierte über die Wichtigkeit diese zu verstehen und betonte die Rollen einzelner Tierarten in einem ökologischen Kreislauf und der Klassifikation von Tiergruppen. 

 

Nicole Köpke gab erste Einblicke in das jagdliche Brauchtum und stimmte uns Seminaristen in B ein. Die gebräuchlichsten und wichtigsten Jagdsignale spielte Nicole auf ihrem Fürst-Pless-Horn auf und wir konnten uns schon einmal im „Strecke legen“ üben - natürlich mit Schablonen. Auch die Bruchzeichen durften nicht zu kurz kommen.

 

All das erlebte Wissen in Theorie und Praxis konnten wir angehenden Jungjäger und Jungjägerinnen auf den geladenen Drückjagden und bei den Naturschutzmaßnahmen der Entkusselung des Heilsmoores und dem Sandhauser Moor erproben. Sicherlich waren diese Einladungen für den ein oder anderen von uns schon ein ganz besonderes High-lite unserer Ausbildung. Die ausgelassene und frohgemute Stimmung bei allen Ereignissen sprach bereits für sich.

 

An dieser Stelle möchten wir uns herzlich mit einem kräftigen „Waidmannsheil“ für die Einladungen von Forstamtsleiter Hr. Riedel, dem Revierleiter Heiko Ehing, bei Jagdleiter Thorsten Poppe und Jagdleiter Arne Riedel für die Drückjagden im Revier Heidhof bedanken. Ebenso bei Revierleiter Gunnar Katzenbach und Jagdleiter Arne Riedel für die Einladung und Durchführung der Drückjagd im Revier Hallah und Heiko Ehing für die Ansitzdrückjagd in der Elm. 

 

Viele von uns sind auf ihre „Kosten“ gekommen und konnten eine Treiberkette miterleben und/oder gar ein Stück aufbrechen unter der Anleitung erfahrener Jäger und Jägerinnen dafür danken wir ebenfalls herzlich. Für die Exkursionen und Lehrstunden in ihren Revieren gilt unser Dank Roger Varrelmann und Ulrich Messerschmidt als auch unserem Ausbildungsleiter Ralf Jonas.

 

Es Grüßt der Jungjäger - Lehrgang 19/20 

 

 Text: R. Germanus Fotos: M. Brandt, R. Germanus, J. Grellmann,  M. Lilienthal, B. Misdorf und F. Schachtsiek

 

 

 

Naturschutzmaßnahme der Jungjäger

Gemeinsam das Moor entkusselt...

 

 

klickst du hier

 

 

guckst du auch: Pressebericht vom 04.02.2020

 

Kreative Jungjäger

Angehende Jäger bauen Nistkästen

 

 

Nistkästen für die Reviere des Hegerings 1 in Schwanewede haben Jagdscheinanwärter der Jägerschaft Osterholz kürzlich auf dem Gelände der Zimmerei Bellmer in Aumund gebaut. Unter der fachkundigen Leitung von Hans Hermann Bellmer, Zimmermann-Meister und stellvertretender Hegeringleiter, gingen fünf Frauen und Männer zu Werke. Aus wetterbeständigem Lärchenholz zimmerten sie in acht Stunden 40 Nistkästen mit verschiedenen Einschlupflochgrößen für Blau-, Kohl- und Tannenmeisen, Feld- und Haussperlinge, Kleiber und Trauerschnäpper. Unterstützt wurden die angehenden Jäger von Jörg Przygoda, Jäger im Jagdrevier Leuchtenburg und seit Herbst 2019 neuer Naturschutzobmann des Hegerings 1. Der 59-Jährige initiierte das Projekt. Ende Februar sollen die Nistkästen in den Revieren aufgehängt werden.

 

 

 

Die erste Hürde ist genommen

 
Die einführenden Wochen des Jungjägerlehrgangs waren im besonderen Maße geprägt vom Fachgebiet 2 - der Waffenkunde und einem dozierenden Jens Schmidt. Veranschaulicht man sich den intensiven, lehrreichen Ausbildungsplan ist dies schnell begründet.
 
Die erste Hürde - die Sachkundeprüfung - wird bereits nach einer vierwöchigen Lehrnphase abgenommen. Schliesslich soll das Waidwerk grundständig und ordentlich vermittelt/ausgeübt werden und dazu ist der verantwortliche und sichere Umgang mit Waffen essentiell und ein nahezu fortlaufender Bestandteil.
 
Alle Teilnehmer haben diese Prüfung nicht „nur“ bestanden, sondern Dank der hervorragenden Vorbereitung durch Jens Schmidt und der extra Kanne Kaffee am Abend, mit Bravour bestanden, sodass die Schießausbildung am Schießstand Waakhausen mit allen Jungjägeranwärterinnen und Jungjägeranwärtern begonnen werden konnte und in Ohrensen fortgeführt werden kann.

 
Doch wie, worauf und von wo aus schießt man eigentlich und ist das im Knall liegende Stück verwertbar?
 
Es wurde deutlich, dass es mit einem Griff zur Waffe längst nicht getan ist und es bei der waidgerechten Jagd um mehr als Beute machen geht. Revierförster Gunnar Kanzenbach machte an unserem ersten Reviergang im Revierforst Hallah noch einmal auf das Zusammenspiel von heimischer Flora und Fauna aufmerksam und gab den Teilnehmern Einblicke in forstwirtschaftliche Aspekte und unterwies beim zweiten Besuch der Revierförsterei die Lehrgangsteilnehmer in den Ansitzbau.
Roger Varrelmann führte im Bereich Wildtierkunde die Besonderheiten und Merkmale von Reh-, Damm- und Rotwild anhand von zahlreichen Exponaten ein und veranschaulichte eindringlich worauf es beim Ansprechen ankommt und welche unterschiedlichen Lebensweisen und Eigenarten diese Spezies aufweisen.
 
Dagmar Kunze führte im Bereich Wildbrethygiene die Kriterien eines Lebensmittels ein, wann diese erfüllt sind, welche Bedingungen eine Verwertbarkeit nicht zulassen und wie mit einem erlegten Stück zu verfahren sei.
 
Martin Christian Marwede lehrte uns die unterschiedlichen Jagdarten und ging dabei, in seiner ersten Vorlesung, insbesondere im Detail auf die Drückjagd ein, um die angehenden Jungjäger für die anstehenden Lehrdrückjagden zu wappnen.
 

De lege lata - nach geltendem Recht - lässt sich wohl auf das gesamte Waidwerk und dessen Ausübung anwenden und so leitete Ralf Jonas das Fach Waffenrech, indem die angehenden Jungjäger den sicheren Stand innerhalb der rechtlichen Rahmenbedingungen erlernen.
 
Allen Dozenten, Revierförster Gunnar Kanzenbach und Helfern möchten wir herzlich dafür danken, dass sie ihre abendliche Zeit, Samstage und Sonntage aufwenden um uns zu unterstützen und mit ihrem Wissen und Erfahrungen bereichern.
 
Text: Rico Germanus, Fotos: Rico Germanus, Jan Grellmann, Richard Janssen

 

 

29.10.2019

Die ersten Eindrücke
 
Am 02. September 2019 startete mit einem herzlichen Waidmannsheil durch unseren 2. Vorsitzenden Martin Köpke der diesjährige Ausbildungslehrgang. Nach einer freundlichen Begrüßungsrunde aller Anwesenden aus Vorstand, Dozentenschaft und Jungjäger- / innen in spe, wurde jedem bei der Übergabe des Heintges-Lehrmaterials durch Lehrgangsleiter Ralf Jonas bewusst, dass es ein strammer Marsch zum "Grünen Abitur" werden wird.


So ging es dann gleich in der selbigen Woche mit dem Fachgebiet 2 (Waffenkunde) mit Jens Schmidt weiter - dessen fachkundiger Unterricht durch humoristische Nuancen immer wieder bereichert wurde. Der Atem aller Seminaristen hielt inne sobald das Schild "Praxistip" durch Jens Schmidt in Szene gesetzt wurde und allen war es sofort klar: "Merk es dir!"


Spätestens jedoch bei den ersten naturkundlichen Exkursionen, geführt von Fred Fuchs, war jeder Kursteilnehmer endgültig im Lehrgang angekommen und lauschte mit Neugierde den Ausführungen, über Geißblatt, Saalweide, Faulbaum, Pappel und weiterem Gehölz.

Am Hochmoor Heilsmoor wurde die Bedeutung des Moores und dessen Flora und Fauna von Fred Fuchs erörtert und unter anderem der Unterschied zwischen Glocken- und Besenheide, sowie die essentielle Bedeutung des Torfmooses vor Ort veranschaulicht


Was ist Biozönose? Was ist ein Ökosystem und was ist eine ökologische Nische? Diese und weitere Fragen wurden in der ersten Vorlesung des Fachgebietes 3 (Naturschutz) durch den Dozenten Fred Fuchs beantwortet und bereicherten die Palette an Wissensvermittlung.
 
Die angehenden Jungjäger und Jungjägerinnen sind gespannt darauf wie es weiter gehen wird.

 

Rico Germanus

 

 

Jägerschaft Osterholz e.V.    redaktion@blattzeit-ohz.de